Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion

 

Für eine Schilddrüsenüberfunktion gibt es im Wesentlichen drei Ursachen:

  • heiße Knoten / Autonomie der Schilddrüse
  • Hashimoto-Thyreoiditis (Frühstadium)
  • Morbus Basedow 

Sie sollten genau klären lassen, welche Ursache vorliegt, damit die richtige Behandlung beim passenden Facharzt eingeleitet werden kann. Alle Arten von Überfunktion können zwar zusammen mit einer vergrößerten Schilddrüse (Kropf oder Struma genannt) vorkommen, aber Jod wäre in diesem Fall die ganz falsche Therapie. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion ist es wichtig, auf jodreiche Nahrung zu verzichten. Das betrifft vor allem Jodsalz, Seefisch und Meeresalgen (bitte seien Sie bei japanischer und veganer Küche vorsichtig, hier werden Algen verwendet). 

 

Überfunktion durch heiße Knoten / Autonomie der Schilddrüse

Heiße Knoten produzieren Schilddrüsenhormone nicht nach Bedarf des Körpers, sondern unkontrolliert. Je größer die Knoten und je jodreicher die Nahrung, desto stärker die Überfunktion. Lebensgefährlich wird das zwar selten, aber das Problem bleibt so lange bestehen, bis die heißen Knoten beseitigt sind. Dafür ist die Nuklearmedizin zuständig, die gängige Methode heißt Radiojodtherapie.

 

Wenn mehrere Knoten vorhanden sind oder ein Kropf im Spiel ist, kann es auch sinnvoll sein, die Schilddrüse oder einen Teil davon per Operation zu entfernen. 

 

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Schilddrüsenüberfunktion durch Morbus Basedow

Auch Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Hier kommt es zur Schilddrüsenüberfunktion, weil Basedow-Antikörper (TRAK) die Schilddrüse unkontrolliert zur Hormonproduktion anfeuern. Diese Überfunktion kann massiv sein und unbehandelt sogar lebensgefährlich werden. Deshalb ist es wichtig, dass sie früh entdeckt wird. Die Basedow-Überfunktion kann von erfahrenen Endokrinologen und Nuklearmedizinern mit Schilddrüsenhemmern behandelt werden. 

 

Diese Basedow-Behandlung mit Tabletten dauert mindestens ein Jahr, in dieser Zeit müssen die Schilddrüsenwerte engmaschig untersucht werden. Die Dosis der Medikamente sollte sorgfältig angepasst werden. Nach dieser Behandlung haben viele Patienten ihre Ruhe vor dem Basedow, viele erleben aber einen Rückfall und ringen sich dazu durch, die Schilddrüse vollständig per Operation entfernen zu lassen. Dann kann keine Überfunktion mehr auftreten, und die benötigten Schilddrüsenhormone werden als Tablette eingenommen.

 

Morbus Basedow kann mit einer typischen Augenerkrankung einher gehen. Auch deshalb sollte die Krankheit ernst genommen und optimal behandelt werden. 

 

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Überfunktion durch Hashimoto-Thyreoiditis (Frühstadium)

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die nach und nach das Schilddrüsengewebe zerstört. Im Frühstadium der Krankheit kann es zur Schilddrüsenüberfunktion kommen, mittel- oder langfristig gesehen ist eine Unterfunktion wahrscheinlich. 

 

Die Schilddrüsenüberfunktion bei Hashimoto fällt meistens recht mild aus und wird nicht direkt behandelt. Gegen manche Symptome - vor allem gegen Herzrasen - können aber Medikamente verschrieben werden. Die Überfunktion klingt nach einigen Monaten meist von selbst wieder ab. Aber auch danach sollten die Schilddrüsenwerte weiter beobachtet werden, denn meistens werden früher oder später Schilddrüsenhormone benötigt. Da die Hashimoto-Thyreoiditis in den meisten Fällen ein Leben lang bestehen bleibt, ist es wichtig, gut informiert zu sein. Oft ist es sinnvoll, eine frühzeitige Behandlung mit Hormonen anzustreben.

 

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